Ein Mädchen lief Abends die Strasse entlang, es war spät, sie wollte nachhause - es dämmerte bereits.

Plötzlich hört sie Schritte hinter sich. Sie waren schnell, huschend und so lief auch sie schneller. Denn sie hatte Angst vor dieser Person im Dunkeln, die sie womöglich verfolgte.

Vor dem, was sie nicht sehen konnte, was aber dennoch da war – oder nicht?


Ein Familienvater liegt wach im Bett, seine Frau schlafend an seiner Seite.

Dann raschelt es, die Treppenstufen knarzen.

Er nimmt eine fast leere Wasserflasche, die neben dem Bett steht und geht zögerlich und mit der Glasflasche fest in den Händen auf diese Geräusche zu.

Immer wieder wenn wir etwas im Dunkeln zu sehen oder zu hören meinen geraten wir schnell in Angst.

Wir fantasieren.

Doch hat nicht auch ein jeder Mensch dunkle Zonen in denen man nichts sieht? Wieso also geraten immer wieder Menschen in Probleme mit anderen weil diese „solche Arschlöcher sind“?

Solche Dinge waren ja schliesslich meist davor da – im Dunkeln..

Sie geraten in Probleme mit Menschen mit denen sie vielleicht nicht einmal befreundet waren, vielleicht eine Beziehung hatten...

Eben weil sie auf einmal nichts im Dunkeln sahen..

Was dann vor allem doch existierte?

Wir lassen uns viel zu schnell täuschen.

Oder auch von positiven Eigenschaften anderer Menschen blenden?

Wieso wird dann der Titel ‚blendend‘ als etwas positives gesehen Wenn blenden schliesslich nichts Gutes ist.

Wenn man Auto fährt und geblendet wird gerät man in ernst zu nehmende Gefahr.

Wenn die Sonne blendet sieht man nichts.

Wenn etwas blendet wird stets etwas anderes verdeckt.

Ist es dann nicht grundfalsch, so etwas als positiv zu sehen?

 

Ich wurde geblendet.

 

Jetzt trage ich jedoch eine Sonnenbrille.

:>

11.8.09 23:27


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